...von Frau zu Frau - "Projekt SeelenHeimat"

 

Laut UNO Flüchtlingshilfe sind mindestens 50% aller Flüchtlinge weltweit Frauen und Mädchen. Sie fliehen wegen Unterdrückung, Verfolgung aus politschen und religiösen Gründen, Witwenverbrennungen, genitalen Verstümmelungen oder Vergewaltigungen.

 

Schaffen es die Frauen und Kinder unter schwersten Bedingungen als Asylsuchende in deutsche Unterkünfte, geht ihr Leid oft weiter, denn sie erfahren wenig Sicherheit. Schutzorganisationen, wie beispielsweise der Paritätische Wohlfahrtsverband, aber auch die Deutsche Polizeigewerkschaft, sprechen von Drangsalierungen, Belästigungen und Vergewaltigungen in deutschen Unterkünften, ebenso von einer hohen Dunkelziffer sexueller Übergriffe.

 

Es wird belegt, dass gerade Frauen und Kinder schnellste und konkrete Hilfe benötigen.

 

Hier unterstützt die Bauwagen-Akademie von Chamäleon e.V. Hameln.

 

Doch grundsätzlich beginnt der Ansatz und die Vision von Chamäleon e.V. viel viel früher, - ...

nämlich dort, wo Gewalt und Terror zuhause sind.

 

Das "Projekt SeelenHeimat Niger" gilt als Pilotprojekt von Chamäleon e.V. in Zusammenarbeit mit AAAO e.V.

Wir starten dort, weil Niger eines der ärmsten Länder dieser Welt ist.

 

Es wird ein ökologisches autarkes Wohnprojekt angestrebt, indem Frauen und Kinder viel Platz zur freien Entfaltung bekommen.

Wohnraum wird in kleinen Wohneinheiten zur Verfügung gestellt.

"Projekt SeelenHeimat" bietet Hilfe zur Selbsthilfe und ist für Fauen mit Kindern in Not konzipiert. Erlebtes kann hier aufgearbeitet werden, mit dem Ziel einer ganzheitlichen Genesung. Ruhe, Sicherheit und Frieden sollen als das "Normale" empfunden werden,

nicht Angst und Terror.

 

Obst, Gemüse und Getreide werden für den eigenen Bedarf selbst biologisch angebaut und bewirtschaftet. Eine symbiotische Landwirtschaft wird angestrebt, ein Zusammenleben von Menschen, Tieren, Pflanzen und Boden zum gegenseitigen Nutzen und

Wohlbefinden aller Beteiligten.

 

Tiere werden für den Eigenbedarf gehalten, um Milch, Käse, Eier, ... biologisch herstellen zu können. Es geht nicht um den Verzehr von Tieren, sondern um achtsamen Umgang und artgerechte Versorgung, Pflege und Haltung. Erfahrungen mit Tieren helfen dabei, Verantwortung zu übernehmen, auch im Sinne einer nachhaltigen Zukunft (vorrangiger therapeutischer Zweck!).

 

Die symbiotische Landwirtschaft soll als Einnahmequelle für das "Projekt SeelenHeimat" dienen. Erzielte Überschüsse werden im eigenen Hofladen und auf (Wochen-)Märkten verkauft. Außerdem bietet sich hier die Möglichkeit, Ausbildungsplätze im landwirtschaftlichen Bereich zu schaffen.

 

Handarbeiten und Fertigkeiten der Frauen werden auf dem Hof selbst hergestellt, produziert und ebenfalls im Hofladen sowie (Wochen-)Märkten verkauft.

 

Eine finanzielle Eigenständigkeit wird schnellstmöglich angestrebt.

 

Das im Projekt Erlernte kann (und sollte) grundsätzlich überall umgesetzt werden können. Die Bewohnerinnen haben Einblick bekommen, wie Frieden in einem "heilen System" gelebt werden kann.

 

Das Ziel sind Projekt übergreifende Kooperationen, um sich wirtschaftlich zu unterstützen sowie eine autarke Entwicklungshilfe

zu gewährleisten. Hier braucht es gute Perspektiven und wirtschaftliche Unabhängigkeit, sowie Frauengemeinschaften, die sich gegenseitig stützen können.

 

Die Kinder erfahren ein ganzheitliches natürliches Lernsystem, dass konzeptionell an die bekannte Schetinin-Schule bzw. Anastasia (V.M.) angelehnt ist. Hier  wird die Idee der Potentialentfaltung in ihrer höchsten Stufe verkörpert.

 

Das "Herz" des "Projektes SeelenHeimat" ist die Akademie Chamäleon e.V. Diese ist ein muss eines jeden Wohnprojektes und bietet mit einfachen Mitteln eine besondere und individuelle Betreuung und Hilfestellung, um Erlebtes aufzuarbeiten. Frauen und Kinder werden intensiv während ihres Aufenthaltes begleitet.

 

Auszugsweise gehört hierzu:

 

Ausdrucksmalen im Malraum

Traumatische Erlebnisse möchten sich wiederholen und werden sich in den Bildern ausdrücken. Deshalb dient der Malraum als absolut geschützter Raum - als Ort für Sicherheit, Ruhe, Entspannung, Geborgenheit, Selbsterfahrung und Kreativität, sowie Trauma-Bewältigung. Er ist ein wertfreier Raum, in dem weder beurteilt, verurteilt, noch verglichen oder analysiert wird. Hier erfüllt man keinen künstlerischen Anspruch, hier gibt es keine Altersgrenzen oder kulturellen Vergleiche.

 

Vorkenntnisse oder Sprache sind für das Ausdrucksmalen im Malraum nicht erforderlich.

 

Die bildliche Ursprache der Menschen ist völlig unabhängig von Kultur, Ethnie und Geschichte. Forschungen bestätigen eine absolute Ähnlichkeit der gemalten Gebilde, egal ob sie von Menschen aus dem Urwald, der Wüste, dem Busch, dem Hochgebirge oder der Großstadt stammend gemalt wurden. Das Ausdrucksmalen bringt intuitiv Bilder aus der organischen Erinnerung hervor. Das ist die Erfahrungswelt,

die vor der sprachlichen Entwicklung liegt - als Embryo im Mutterleib.

 

Es gibt also keine Sprachbarriere! Ein großartiger Vorteil dieser Technik!

 

Der Malraum dient folgenen Zielen:

Klärung innerer Themen und Traumatas; dient als Orientierungshilfe; verändert alte Verhaltensmuster; dient der Findung neuer Lösungswege (Ressourcenaktivierung); löst Spannungen; aktiviert das sog. "organische Gedächtnis"; entwickelt die Bildsprache im ureigenen selbstbestimmten Prozess und Rhythmus; fördert Aufmerksamkeit, Ausdauer, Konzentration und Geduld; das Selbstvertrauen wird gestärkt und gefördert; ...

 

 

Dao

Die Philosophie des Dao ist, die menschliche Autarkie herzustellen. Hier liegt der Weg in die Freiheit und Unabhängigkeit aus sich selbst heraus. Dao arbeitet direkt im Nervensystem. Systemische Übungen zur Kultivierung des Bewusstseins bewirken eine hochgradig positive Lebensenergie. Diese wird allumfassend kontinuierlich aufgebaut und sorgt nicht nur für ganzheitliche Genesung, sondern entwickelt im Körper auch noch weitere stärkende Energiewirbel, die den Menschen autark machen.

 

 
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