Das erste Mal ... Niger!

 

Zu allem Großen ist der erste Schritt der Mut.

Davon sprach bereits Johann Wofgang von Goethe.

 

Tagebuch zum Projekt SeelenHeimat im Niger

von Sandra Touati

 

18.05.2018

Was bisher geschah...

Viele viele Sachspenden durften wir entgegennehmen. Ein herzliches Dankeschön an alle, die uns unterstützt haben und auch weiter unterstützen! Dieses Projekt kann nur deshalb "leben"! Danke, danke, danke!

 

Wir haben nicht nur viel gesammelt sondern auch sortiert, geputzt und verpackt! Unzählige Stunden Arbeit in den letzten Monaten!

Doch ich möchte keine einzige Stunde hiervon missen!

 

Was für ein Geschenk sind all die netten Menschen, die wir durch dieses Projekt kennenlernen durften!

Es ergaben sich intensive Gespräche und Emotionen. Wir hörten Lebensgeschichten, sprachen über Visionen und lernten einander kennen.

Es entwickelten sich nicht nur geschäftliche Kontakte sondern auch Bekanntschaften und sogar Freundschaften.

Eine großartige Mischung aus schwarzen und weißen Menschen! 

Trotz unserer kulturellen Unterschiede, der verschiedenen Religionen und Weltbilder,  haben wir gemeinsam etwas geschafft!

Wir sind "die ersten Schritte" zusammen gegangen.

 

Am 08.06.2018 kommt nun der Container für die nigrischen Hilfsgüter nach Hameln. Viele helfende Hände müssen schnellstmöglich für seine Beladung sorgen, denn "Zeit ist hier Geld"! Sobald wir damit fertig sind, geht der Container zurück nach Hamburg und wird von dort auf dem Seeweg,  voraussichtlich am 01.07.2018, den Hafen von Cotonou in Benin erreichen. Weiter geht es dann auf dem Landweg bis nach Niamey im Niger.

 

Halima und ich reisen Anfang 7/2018 mit dem Flugzeug nach Niamey. Dort empfangen wir den Hilfsgütertransport persönlich und beschenken die Menschen, die vor Ort dringend Hilfe brauchen.

 

Doch das wird nicht alles sein. Ich starte dort ein Malprojekt mit Straßenkindern. In Form von intutivem Ausdrucksmalen begleite ich die Enstehung der Bilder und die damit verbundenen seelischen Prozesse.

Des Weiteren möchte ich an die Forschungen, Erfahrungen und Auswertungen der Expression anknüpfen.

 

Warum Ausdrucksmalen?

Die heutige Traumaforschung hat die klare Erkenntnis, dass ein Trauma nicht im Ereignis gespeichert ist, sondern im Körper, im Nervensystem. Jegliche Erfahrung wird im Körper gespeichert. 

 

Um ein Trauma und im Körper gespeicherte Spannung zu lösen, braucht es intensiven Kontakt zum Körper mit seinen Körperempfindungen und Gefühlen. Das Ausdrucksmalen bringt intuitiv Bilder aus der organischen Erinnerung hervor. Das ist die Erfahrungswelt, die vor der sprachlichen Entwicklung liegt - also als Embryo im Mutterleib.

 

Die bildliche Ursprache der Menschen ist völlig unabhängig von Kultur, Ethnie und Geschichte. Forschungen bestätigen eine absolute Ähnlichkeit der gemalten Gebilde, egal ob sie von Menschen aus dem Urwald, der Wüste, dem Busch, dem Hochgebirge oder der Großstadt stammend gemalt wurden.

 

Fortsetzung folgt in Kürze

 

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