helfen macht happy

 

Das ist unser Motto und nicht nur ein Werbeslogan von AAAO e.V.

Wir, das sind Sandra Touati, Halima Boubacar und Georgina Lloyd sowie unsere Kinder Josi, Leonie und Leni.

 

Happy - ja, das sind wir, denn wir packen tatkräftig an!

Wir unterstützen die vielen notleidenden Menschen im Niger.

 

 

 

Taten

Was tut man, wenn man nichts tut? Haben Sie darüber schon einmal nachgedacht?

 

Ist man politisch korrekt, geistig sortiert, spirituell gefragt, wenn man nichts tut?

Was ist, wenn man sich Gegebenheiten aus der Ferne anschaut, aber nicht eingreift?

Ist man damit unschuldig an den Ereignissen, die geschehen?

Grundsätzliche Fragen, die es für jedermann/frau ganz persönlich zu klären gilt.

 

So heißt es doch im deutschen Gesetzestext: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! - Stimmt das?

 

Ich frage mich:

Was ist Unschuld? Wann genau ist man unschuldig? Ist man unschuldig, wenn man sich aus Ereignissen raus hält?

Ist man unschuldig, wenn man Strukturen ignoriert? Ist man unschuldig, weil man denkt,

"ich allein kann sowieso nichts verändern"? Ist man unschuldig, weil man aufgegeben hat, Fragen zu stellen?

 

Was ist Schuld? Bin ich nur dann schuldig, wenn ich mir bewusst bin, dass ich Schuld habe oder bin ich auch schuldig, wenn ich mir der Schuld nicht bewusst bin?

 

 

Es gibt Ereignisse, die sind so durchwoben von intelligenten Intrigen, dass es schwer wird, sich klar zu werden,

wo Schuld und Unschuld eigentlich liegen.

 

 

 

Gutmenschen

Gutmenschen sind in aller Munde und jeder meint zu wissen, wer sie sind.

Das Wort "Gutmensch" wurde sogar 2015 zum Unwort des Jahres gewählt. Doch wer genau ist ein Gutmensch?

 

 

 

Ich möchte an dieser Stelle Rainer Maria Rilke zitieren:

 

Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort

 

Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort.

Sie sprechen alles so deutlich aus:

und dieses heißt Hund und jenes heißt Haus,

und hier ist Beginn und das Ende ist dort.

 

Mich bangt auch ihr Sinn, ihr Spiel mit dem Spott,

sie wissen alles, was wird und war;

kein Berg ist ihnen mehr wunderbar;

ihr Garten und Gut grenzt grade an Gott.

 

Ich will immer warnen und wehren: Bleibt fern.

Die Dinge singen hör ich so gern.

Ihr rührt sie an: sie sind starr und stumm.

Ihr bringt mir alle die Dinge um.

 

 

 

Erfahrungen aus der Praxis:

Für unser soziales Projekt im Niger haben viele Menschen tolle und hilfreiche Dinge zur Verfügung gestellt.

Vielen vielen Dank dafür! Es ist ein großartiges Gefühl, gemeinsam etwas zu (er)schaffen!

 

Doch auch genauso viele Menschen "schenkten" uns in Taschen und Kartons verpackt:

Stroh und Hasenkot,

schmutziges Geschirr, abgebrochene rostige Metallgabeln,

gebrauchte Taschentücher, volle Müllbeutel, benutzte schmutzige Wattestäbchen,

getragene und nicht gewaschene Unterwäsche,

kaputte nicht funktionierende Stifte oder Stifte ohne Minen,

Altpapier, bereits vollständig bemalte Hefte für Kinder,

kaputte aufgerissene Stofftiere,

usw.

 

Ich stelle mir vor,

meine ersten Tage im Niger. Wieder habe ich meine Angst überwunden und fliege persönlich in eines der ärmsten Länder dieser Welt!

2 Millonen Straßenkinder, Hunger, Armut.  Schon bei meiner Ankuft am Flughafen stockt mir der Atem, es bricht mir das Herz.

Flehende Blicke, bittende Hände - überall wohin ich schaue. Ich bin die Frau aus Europa - habe die Taschen voller Geschenke. Schnell greife ich hinein und reiche weiter .... 

 

Liebe Freunde! Mein Kommentar hierzu ist:

Wir lassen in unseren Aktionen nicht nach. Wir machen weiter!

 

Siehe auch unter Facebook "helfen macht happy" Beitrag von Georgina Lloyd

 

 

 

 



 

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